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Quellen für frühe Familiennamen

Für frühe Familiennamen sind vor allem mittelalterliche und frühneuzeitliche Schriftquellen wichtig; viele davon liegen heute in Kommunal, Kirchen und Staatsarchiven sowie in digitalisierten Beständen großer Archive und genealogischer Projekte.

Zentrale Quellengattungen

  • Kirchenbücher (Taufen, Heiraten, Beerdigungen) ab dem 16. Jahrhundert, in manchen Regionen auch früher; sie sind oft die wichtigste Quelle für Nachnamen vor der staatlichen Personenstandsregistrierung.

  • Bürgerbücher, Steuer und Schatzungslisten, Musterungs und Militärrollen, Amts und Gerichtsprotokolle sowie Grund und Lagerbücher enthalten viele frühe Familiennamen von Bürgern, Bauern und Handwerkern.

  • Urkunden (Schenkungen, Käufe, Lehns und Gerichtsakte) des Hoch und Spätmittelalters, die in Landes und Kirchenarchiven oder als Regesten veröffentlicht sind, liefern die ältesten namentlich genannten Personen mit vererbbaren Familiennamen.

Wo man konkret suchen kann

  • Kommunal und Stadtarchive: z.B. Stadtarchive wie Lemgo oder Mainz nennen auf ihren Webseiten Bürgerbücher, Adressbücher, Familienregister und Meldeunterlagen als wichtige Bestände.

  • Landes und Staatsarchive: Landesarchive in NRW, Baden Württemberg, Bayern u.a. bieten Online?Findmittel zu Urbaren, Rechnungen, Amtsprotokollen, Grundbüchern und weiteren serielle Quellen mit massenhaft Personennamen.

  • Kirchenarchive und kirchliche Zentralarchive: Hier liegen alte Kirchenbücher (häufig verfilmt oder digitalisiert), die für die Zeit vor 1874/76 in Deutschland die Hauptquelle für Familiennamen sind.

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Praktische Einstiege

  • Online Portale der Archive nutzen (Stichwort „Familienforschung“, „genealogische Quellen“, „Findbuch“), um nach Orten und Familiennamen zu suchen.

  • Genealogische Plattformen und Projekte (MyHeritage, Ancestry, FamilySearch, regionale Vereine) verwenden häufig digitalisierte Kirchenbücher und Register und sind ein guter Einstieg, ersetzen aber nicht die Prüfung der Originalquellen im Archiv.